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Arten des Bleichens

Beim Bleichen werden Zahnverfärbungen nicht mechanisch, sondern durch einen schonenden chemi­schen Prozess entfernt. Ein Bestandteil der meisten Bleichmittel sind Carbamidperoxide, bestehend aus H202 und Harnstoff. Sie werden auf den Zahn aufge­tragen oder in eine an Ihre Zähne angepasste Trägerschiene gegeben. Dort verweilt das Mittel eine gewisse Zeit je nach Konzentration. Die Peroxidmole­küle lagern sich im Inneren des Zahnes ein, dort oxi­dieren die Farbstoffe zu farblosen Molekülen und Fragmenten. Das H202 zerfällt in Sauerstoffradikale und Wasser.


Ist das schädlich?
Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit, aber auch die Unschädlichkeit des Zahnaufhellungsprozesses bewiesen. Weder Zahnschmelz und das Dentin, noch die oberflächigen Füllungen, sofern diese intakt sind, werden angegriffen. Die einzigen beobachteten Nebenwirkungen sind gelegentlich vorübergehende Überempfindlichkeiten an den Zähnen oder vorüber­gehende Reizungen des Zahnfleisches.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Wichtigste Voraussetzung ist, dass sich Ihre Zähne in einem gesunden und sauberen Zustand befinden. Dies bedeutet, dass der letzte Zahnarztbesuch nicht länger als drei Monate zurückliegen sollte und regel­mäßig eine Zahnreinigung durchgeführt wurde.
Darüber hinaus können nur natürliche Zähne gebleicht werden. Sollten Sie im sichtbaren Zahn­bereich Kronen und Füllungen haben, so werden diese nicht aufgehellt.


Möglichkeiten:


Homebleaching
Beim ersten Termin findet eine Beratung statt und gegebenenfalls eine professionelle Zahnreinigung. Im Anschluss wird ein Abdruck Ihrer Zähne gemacht, aus dem eine individuelle Bleichschiene angefertigt wird. Die Schiene wird Ihnen mit dem Bleichmittel bei einem weiteren Termin mitgegeben. Zu Hause befüllen Sie diese mit dem Bleichgel und setzten sie täglich zwei Stunden auf die Zähne. Nach etwa 10-14 Tagen ist das optimale Ergebnis erreicht.


In-office-Bleaching
Beim In-office-Bleaching ist in der Regel nur ein Termin erforderlich. Gegebenenfalls ist auch hier eine professionelle Zahnreinigung angeraten. Beim eigent­lichen Bleichvorgang wird zunächst das Zahnfleisch des Patienten geschützt und anschließend das
Bleichgel in hoher Konzentration einzeln auf jeden Zahn im Sichtbereich aufgetragen. Dann wird das Bleichmittel mit einem Laser bestrahlt und damit akti­viert. Nach einer Wirkdauer von etwa 10 Minuten wird das Bleichmittel abgespült und der Vorgang zur Optimierung des Ergebnisses mehrfach wiederholt. Am Ende werden der Zahnfleischschutz entfernt und die Zähne fluoridiert. Die einzelne Behandlung dauert ca. 60-90 Minuten.


Für was entscheiden Sie sich nun?

Die Vorteile des In-office-Bleachings sind der sofort sichtbare Behandlungserfolg sowie die professionelle Durchführung unter zahnärztlicher Kontrolle. Vorteil des Homebleachings ist die Wiederverwendbarkeit der Bleichschiene für Folgebehandlungen. Dem steht der Nachteil der längeren Behandlungsdauer gegen­über.
Wie lange hält die Wirkung an?
Diese Frage hängt stark von Ihren individuellen Lebensgewohnheiten ab. Sind Sie beispielweise star­ker Raucher oder trinken viel Tee, Kaffe oder Rotwein, beeinflusst dies die „Haltbarkeit" Ihrer weißen Zähne. Bei guter Mundhygiene und regelmäßiger professio­neller Zahnreinigung werden Ihre Zähne mehrere Jahre in strahlendem Weiß erscheinen.4i

 

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Bei ihnen unterscheidet man zwischen schnell wirkenden Intensivanwendungen in Form von Strips (geringere Konzentation der bleichenden Substanzen und damit geringere Wirkung) oder einem Pen und der täglichen Anwendung von Whiteningzahnpasten. Vorsicht: Viele herkömmliche Whiteningzahnpasten enthalten einen hohen Anteil Schleifmittel (Silica). Diese werden vor allem bei stärkeren Verfärbungen – etwa durch Nikotin – eingesetzt. Bei dauerhafter Anwendung kann es zu einer Abrasion kommen: Die Reibung führt zu einem Zahnhartsubstanzverlust, sodass der Zahnschmelz geschädigt werden kann. Die Zähne reagieren dann überempfindlich auf Heißes und Kaltes und werden anfälliger für Erkrankungen. Der genaue Grad der Abrasion einer Zahnpasta wird durch den RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion) angegeben. Ein niedriger RDA von 35 bis 40 gilt als empfehlenswert. Eine gute Zahnpasta sollte wegen der enthaltenen Schleifkörper weder Zahnschmelz noch Zahnbein oder im Mund befindliche Kunststoffe oder Metalle angreifen.